Warum Du Dich selbst verloren hast und wie Du wieder zurück zu Dir findest

Selbstfürsorge lernen

Du funktionierst.

Du kümmerst dich.

Du organisierst.

Du trägst Verantwortung.

Du denkst an Geburtstage, Arzttermine, Brotdosen, Einkäufe, Gefühle, Bedürfnisse und daran, dass bloß niemand zu kurz kommt.

Und irgendwann, meist ganz leise, taucht eine Frage auf:

Wer bin ich eigentlich?

Nicht als Mama. Nicht als Partnerin. Nicht als Tochter. Nicht als Kollegin. Nicht als die Frau, die immer alles im Griff hat.

Sondern ich.

Wer bin ich wirklich?

Wenn du gerade hier gelandet bist, dann kennst du diese Frage vermutlich.

Vielleicht begleitet sie dich schon länger. Vielleicht ist sie erst vor Kurzem aufgetaucht.

Vielleicht fühlt sich dein Leben eigentlich ganz gut an und trotzdem gibt es da diese leise Sehnsucht.

Dieses Gefühl, dass etwas fehlt.

Nicht im Außen.

Sondern in dir.

Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.

Der Moment, in dem mein altes Leben zerbrach

Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag.

Es war vor 8 Jahren. Ich saß auf dem Boden unseres Wohnzimmers. Mit einer frischen Kaiserschnittnarbe.

Einem Baby, das am liebsten rund um die Uhr getragen werden wollte. Einem Mann, der wieder studierte.

Und einem Berg Stoffwindeln.

Vor der Geburt meiner Tochter hatte ich mir alles so anders vorgestellt.

Die Geburt. Das Wochenbett. Den Start ins Muttersein.

Ich wollte alles richtig machen. Natürlich gebären. Stillen. Tragen. Stoffwindeln nutzen. Eine gute Mutter sein.

Doch statt der Geburt, die ich mir gewünscht hatte, endete alles in einem Notkaiserschnitt. Und statt in meiner neuen Rolle als Mama anzukommen, fühlte ich mich, als wäre mein ganzes Leben aus den Fugen geraten.

Das Verrückteste war nicht einmal nur die Erschöpfung. Nicht die Schmerzen. Nicht die Überforderung.

Es war diese Stimme. Diese unfassbar harte Stimme in meinem Kopf. Sie sagte Dinge wie:

„Du hast versagt.“

„Du hättest das besser machen müssen.“

„Andere schaffen das doch auch.“

„Was stimmt eigentlich nicht mit dir?“

Damals glaubte ich ihr.

Heute weiß ich: Diese Stimme entstand nicht in diesem Wochenbett. Sie war viel älter. Das Wochenbett hatte sie nur sichtbar gemacht. Denn manchmal bringt uns das Leben an einen Punkt, an dem kein Stein mehr auf dem anderen bleibt.

Nicht um uns zu zerstören. Sondern damit wir erkennen können, worauf unser Leben bisher gebaut war.

Lange dachte ich, etwas sei mit mir falsch. 

Heute glaube ich etwas anderes. Mir kam in dieser Zeit immer und wieder ein Lied in den Sinn. Wir hatten es früher im Mädchencamp ums Feuer herum gesungen:

„Bau nicht dein Haus auf dem losen Sand, bau nicht zu nah am Strand.

Siehts vielleicht doch ganz schick aus, musst du doch bald wieder raus, denn dein Haus hält nie und nimmer stand.“

 

Haus am Sand Metapher Zurück zu Dir
Mein Haus stand einfach auf Sand

Auf Anpassung.

Auf Leistung.

Auf dem Versuch, es allen recht zu machen.

Auf dem Glauben, wertvoll zu sein, wenn ich funktioniere.

Als die Stürme kamen, hielt dieses Fundament nicht stand.

Und so schmerzhaft das war:

Genau dort begann ich, mein Leben neu aufzubauen.

„Doch besser bau dein Haus auf einem Fels, leg ein Fundament auf einem festen Grund.

Wenn dann Stürme kommen und gehn, bleibt dein Haus doch felsenfest stehen.“

Also baute ich Stein für Stein, auf einem neuen sicheren Untergrund, mein Selbst wieder auf.

Mit Selbstliebe.

Mit innerer Sicherheit.

Mit Mitgefühl.

Mit dem Mut, herauszufinden:

Wer bin ich eigentlich, wenn ich aufhöre, für alle anderen jemand sein zu wollen?

Selbstliebe der Anfang

 

Vielleicht sieht deine Geschichte anders aus

Vielleicht sitzt du gerade nicht zwischen Stoffwindeln und einem Neugeborenen.

Vielleicht sieht dein Leben ganz anders aus.

Und trotzdem gibt es diese Momente.

Wenn die Kinder schlafen.

Wenn es plötzlich still wird.

Wenn du aus dem Fenster schaust und für einen Augenblick spürst:

Irgendetwas fehlt. Nicht dein Partner. Nicht ein neuer Urlaub. Nicht ein weiteres Hobby. Nicht mehr Disziplin. Nicht mehr Selbstoptimierung.

Du fehlst dir selbst.

Vielleicht würdest du es gar nicht so formulieren.

Vielleicht sagst du eher:

„Ich weiß gar nicht mehr, was ich will.“

„Ich fühle mich leer.“

„Ich bin ständig erschöpft.“

„Früher hatte ich Träume.“

„Wer bin ich eigentlich?“

 

Und weißt du was?

Diese Frage stellen sich unglaublich viele Frauen.

Nicht weil etwas mit ihnen nicht stimmt.

Sondern weil sie irgendwann gelernt haben, sich selbst zu verlassen, um dazuzugehören, geliebt zu werden und „sicher“ zu sein.

Die wundervolle Nachricht ist:

Du bist nicht verschwunden.

Du hast dich nicht verloren.

Du hast nur gelernt, dich selbst hinten anzustellen.

Wer bin ich eigentlich wirklich?

Wer bin ich?

 

Die meisten Menschen versuchen diese Frage mit Rollen zu beantworten.

Ich bin Mutter.

Ich bin Pädagogin.

Ich bin hochsensibel.

Ich bin introvertiert.

Ich bin selbstständig.

Doch das sind nur Beschreibungen.

Nicht dein Wesen.

Unter all diesen Rollen lebt eine Frau.

Eine Frau mit Sehnsüchten. Mit Bedürfnissen. Mit Träumen. Mit Lebendigkeit. Mit einer inneren Stimme. Mit einem Herzen, das sich nach Verbindung sehnt. Und genau zu dieser Frau verlieren viele von uns irgendwann den Kontakt. Nicht absichtlich. Sondern aus einem sehr verständlichen Grund.

Warum du dich selbst verloren hast

Du bist nicht auf die Welt gekommen und hast beschlossen:

„Ab heute ignoriere ich meine Gefühle.“

Als Kind warst du vollkommen verbunden. Mit deinem Körper. Mit deinen Bedürfnissen. Mit deiner Freude. Mit deiner Wut. Mit deiner Lebendigkeit. Du hast geweint, wenn du traurig warst. Gelacht, wenn du glücklich warst. Und deutlich gezeigt, was du brauchst.

Doch dann begann das Leben.

Als Kind lernst du, wie man dazugehört

Vielleicht hast du irgendwann gespürt:

Mama ist traurig.

Papa ist gestresst.

Jetzt darf ich nicht stören.

Jetzt muss ich brav sein.

Jetzt darf ich nicht auch noch etwas brauchen.

Für ein Kind bedeutet Liebe = Sicherheit.

Und Sicherheit bedeutet Überleben.

Also lernen wir:

  • Sei lieb.
  • Sei stark.
  • Sei perfekt.
  • Sei unkompliziert.
  • Sei hilfreich.
  • Sei nicht zu sensibel.
  • Sei nicht zu laut.

Und Stück für Stück entfernen wir uns von uns selbst.

Nicht weil wir falsch sind.

Sondern weil wir dazugehören wollen. Zuhause, in der Schule, bei der Ausbildung, im Beruf und zu einer bestimmten „Mamagruppe.“

Die Schutzstrategien, die uns später erschöpfen

Aus diesen Erfahrungen entstehen oft Überlebensstrategien.

Vielleicht wurdest du zur Perfektionistin.

Zur Helferin.

Zur Anpassungskünstlerin.

Zur starken Frau, die alles alleine schafft.

Von außen wirken diese Strategien oft beeindruckend.

Doch innen haben sie einen Preis.

Denn je mehr Energie du darauf verwendest, jemand zu sein, desto weniger Energie bleibt dafür übrig, du selbst zu sein.

Irgendwann weißt du dann ganz genau:

  • Was andere brauchen.
  • Was andere erwarten.
  • Was andere von dir halten.

Aber nicht mehr:

Was brauche ich eigentlich?

Was brauche ich wirklich?

Diese Frage verändert alles.

Und gleichzeitig fällt sie vielen Frauen unglaublich schwer.

Weil wir so lange gelernt haben, zuerst auf alle anderen zu schauen.

Deshalb lade ich dich zu einem kleinen Moment ein.

Atme einmal tief durch.

 

Lege eine Hand auf dein Herz.

Und frage dich:

Was brauche ich gerade wirklich?

Nicht morgen.

Nicht nächste Woche.

Nicht wenn die Kinder größer sind.

Jetzt.

Vielleicht ist die Antwort:

✨Ruhe.

✨Schlaf.

✨Natur.

✨Nähe.

✨Unterstützung.

✨Ein ehrliches Gespräch.

✨Ein Nein.

✨Ein Ja.

✨Eine Pause.

✨Vielleicht möchtest du einfach einmal gehalten werden.

Deine Bedürfnisse sind keine Schwäche. Sie sind Wegweiser.

Wie komme ich zurück zu mir?

Viele Frauen glauben, sie müssten sich erst reparieren.

Doch du bist kein kaputtes Puzzle.

Der Weg zurück zu dir ist kein Reparaturprozess.

Er ist ein Erinnern.

Ein Nachhausekommen.

1. Verstehe deine Geschichte

Wenn du erkennst:

„Ich habe mich angepasst, um sicher zu sein.“

entsteht oft etwas Wundervolles:

🌸Mitgefühl.

Du hörst auf, gegen dich zu kämpfen.

Du erkennst:

🌸Ich war nie falsch.

🌸Ich habe überlebt.

2. Erlaube dir zu fühlen

Gefühle wollen nicht bekämpft werden. Sie wollen gefühlt werden.

Trauer. Wut. Angst. Scham. Enttäuschung.

Alles, was gesehen werden darf, verliert langsam seine Macht.

Gefühle sind wie kleine Kinder.

Wenn wir sie ignorieren, werden sie lauter.

Wenn wir ihnen zuhören, beruhigen sie sich.

3. Lerne, dich selbst zu wählen

Dich selbst zu wählen bedeutet:

  1. Deine Bedürfnisse ernst zu nehmen.
  2. Grenzen zu setzen.
  3. Pausen zu machen.
  4. Hilfe anzunehmen.
  5. Nein zu sagen.
  6. Dir selbst wichtig zu sein.

Nicht irgendwann.

✨🌸Jetzt.

4. Baue innere Sicherheit auf

Viele Frauen warten darauf, dass das Außen endlich Sicherheit schenkt.

  • Mehr Geld.
  • Mehr Zeit.
  • Mehr Unterstützung.

Doch die tiefste Form von Sicherheit entsteht innen.

Wenn du beginnst, dir selbst zu vertrauen.

Wenn du weißt:

„Egal was kommt, ich bleibe an meiner Seite.“

Dann verändert sich etwas Grundlegendes.

Du wirst sicher in dir.

5. Gestalte dein Leben bewusst

Nicht nach den Erwartungen anderer.

Nicht nach Instagram oder Pinterest.

Nicht nach dem Bild, das andere von dir haben.

Sondern nach dem, was sich für dich wahr anfühlt.

Vielleicht wird dein Leben dadurch langsamer.

Ruhiger.

Einfacher.

Und gleichzeitig tiefer.

Lebendiger.

Echter.

Die Sehnsucht in dir ist kein Problem

Vielleicht spürst du sie schon lange.

Diese leise Stimme.

Dieses Ziehen in deinem Herzen.♥️

Die Sehnsucht nach mehr Verbindung.

Mehr Lebendigkeit.

Mehr Echtheit.

Mehr du.

Viele Menschen versuchen, diese Sehnsucht wegzudrücken. Ich glaube, sie ist ein Kompass. Sie zeigt dir die Richtung. Zurück nach Hause. Zurück zu dir.

Du bist nicht verloren

Wenn du dir nur einen Satz aus diesem Artikel mitnimmst, dann diesen:

Du hast dich nicht verloren. Du hast gelernt, dich selbst zurückzustellen.

Und was gelernt wurde, darf wieder verlernt werden.

Schritt für Schritt. Gefühl für Gefühl. Gedanke für Gedanke.

Du musst heute nicht wissen, wer du in deiner vollkommensten Form bist.

Es reicht, heute einen kleinen Schritt auf dich zuzugehen. Vielleicht fragst du dich heute Abend:

Was brauche ich gerade? Vielleicht erlaubst du dir morgen eine Pause. Vielleicht sagst du nächste Woche ein ehrliches Nein.

Jeder dieser Schritte ist ein Schritt zurück zu dir. Und irgendwann blickst du zurück und erkennst: Du warst die ganze Zeit da. Unter all den Erwartungen. Unter all dem Funktionieren. Unter all den Schutzstrategien. Wartend darauf, wieder gesehen zu werden.

Möchtest du wieder bei dir ankommen?

Wenn du beim Lesen gespürt hast, dass etwas in dir leise „Ja“ sagt, dann möchte ich dich herzlich in meinen Newsletter der Selbstliebeakademie einladen.

Dort teile ich regelmäßig Gedanken, Übungen und Impulse rund um Selbstliebe, innere Sicherheit, Nervensystemregulation und den Weg zurück zu dir selbst.

Nicht höher. Nicht schneller. Nicht perfekter. Sondern echter. Denn du musst nicht erst jemand werden.

Du darfst dich erinnern, wer du schon immer warst. Und genau dort beginnt Heilung.

Ich freue mich auf dich, deine Janina ✨🌸

 

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